Navigationssysteme - Warum sie heutzutage noch dämlich sind
30 03 2008 03:07Und das meiste davon betrifft noch nicht einmal die Navigation an sich, sondern fast ausnahmslos nur die vielen Zusatzfeatures wie MP3, interner Speicher, etc.
Die fehlende Ordner-Struktur auf einer SD-Karte bzw. im interner Speicher ist für mich ein Hauptgrund für Klagen. Nicht, dass man eine solche nicht selbst für Musik, Videos, etc. anlegen könnte, aber das Schwierige daran ist die Navigationssoftware dazu zu bringen, diese Struktur auch zu benutzen. Zum Beispiel für ihre eigenen Einstellungen, GPS-Tracks, etc.
Ein weiteres Manko ist in den meisten Geräten, dass man den Speicherort nicht fest einstellen kann. Bei den neueren Geräten von Medion scheint die Wahl des Speicherortes schon fast dem Zufall überlassen zu sein.
Auch das das Mitspeichern von GPS-Tracks generell nicht abgeschalten werden kann, ist unschön und sicherlich als weitere Funktion nicht zu viel verlangt.
Wenn man sich das Medion P4410 genauer anschaut - so wie ich es getan habe - dann stellt man auch andere unschöne Dinge fest, die mich auch bei Linux stets sehr stören: Probleme bei der Lokalisierung von Software:
Das von vier Buttons drei in deutscher Sprache sind und der vierte verbleibt in der Ursprungssprache Englisch.
Beim besagten Gerät von Medion ist die komplette Bluetooth-Sektion in der sonst deutschen Software in englischer Sprache gehalten.
Wofür man internen Flash-Speichern braucht, welcher zugänglich für den Benutzer und dessen eigenen Daten ist, weiß ich nicht. Einige Modelle von TomTom haben sogar eine Festplatte integriert. Wie sinnvoll die Benutzung der Festplatte bei diesen Geräten ist, kann ich nicht sagen, aber bei den Medion-Geräten mit internem Flash-Speicher zur eigenen Benutzung fehlt völlig der Sinn, da dieser trotz USB 2.0 super langsam ist. Ein Datendurchsatz von ca. 45 MB in 50 Minuten vom PC über USB in den Flash-Speicher ist vollkommen unbrauchbar.
Wofür wäre denn dieser interne Speicher gut ?
Videos mit maximal 512 MB wird man kaum welche finden oder selber machen. Fotos tauscht man auch eher öfters aus. Also sind sie im Navigationsgerät auch eher verkehrt am Platz. Und gegen einen häufigeren Foto-Tausch mit dem Gerät spricht der langsame Datentransfer.
Nach ein paar Transfers hat sicherlich jeder die Lust auf Grund der sehr niedrigen Geschwindigkeit verloren.
512 MB Musikdateien mögen vielleicht noch Sinn machen.
Vielleicht zeigt die nächste CarHiFi & Sound Messe nächsten Monat einige Verbesserungen in diesem Bereich. Hier gibt es nämlich noch viel nachzuholen. Das hier dargestellte waren nur ein paar einfache Beispiele.
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