Nachdem ich auf einem anderen PC die
Wubi-Installation von Ubuntu 8.04 ausprobiert habe, habe ich jetzt das Upgrade von 7.10 auf 8.04 auf meinem eigenen Laptop vornehmen wollen.
Da dies seither fehlschlägt und nur in einem unbenutzbaren System endet, habe ich mich dieses Mal trotzdem nicht davon abhalten lassen und habe es erneut ausprobiert. Na ja, das Ergebnis war wie immer das gleiche: es läuft nichts mehr.
Weil ich damit als gebrandmarktes Kind gerechnet hatte, habe ich die Neuinstallation per CD beginnen wollen. Das stört mich auch nicht weiters, da ich Ubuntu bisher sowieso nicht wirklich benutzt habe, weil ich die Compex WL54G nicht mit WPA-Verschlüsselung zum Laufen bekomme. Ohne Netz habe ich relativ wenig Verwendung dafür.
Einmal hat es per NDISWrapper funktioniert. Nach einer halben Stunde surfen im Netz hat sich die Karte allerdings von alleine verabschiedet und seitdem lässt sich auch keine Verbindung mehr mittels dem NDISWrapper herstellen. (Unter Windows XP funktioniert die Steckkarte mit WPA einwandfrei.)
Also griff ich für die erneute Installation zur alternativen Installations-CD, damit ich gleich (!) ein zum Teil verschlüsseltes System aufsetzen kann. Nachdem sich dann das Partitionsprogramm reproduzierbar nach dem Einstellen der Keys aufhängt und ich momentan noch nicht weiß, wo ein passendes Logfile dazu rumfährt, habe ich die Installation vorerst einmal zur Seite gelegt. Ich brauche sowieso noch eine neue WLAN-Karte, weil ich mich mit der Compex nicht mehr rumärgern will.
Ausgesucht habe ich mir hier eine D-Link DWL-G650 (nicht DWL-G650+). Die soll mit WPA unter Ubuntu funktionieren. Kann das jemand bestätigen ?
Eigentlich hatte ich gehofft, dass das Partitionsprogramm nichts verschlimmbessert hat, aber nach einem Neustart hatte ich dann erst einmal Pech: Grub hat es zerbröselt. Da ich Grub ohne ein funktionierendes Ubuntu-XP-Dualboot-System sowieso nicht brauche, habe ich alles wieder mit der Recovery-Konsole von XP in Ordnung gebracht.
Somit bootet eben vorerst nur ausschließlich Windows XP. Drum kümmern werde ich erst wieder nach dem Erwerb einer neuen WLAN-Steckkarte, die nachweislich WPA (oder gerne auch WPA2) unter Linux hinbekommt.
Anforderungen an die neue WLAN-Steckkarte:
- Cardbus
- WPA unter Windows/Linux
- 802.11 b/g
Auf den Monitor-Mode, 802.11 a, n-Draft, Anschluss für externe Antenne und WPA2 verzichte ich gerne. Das interessiert mich erst wieder bei einem neuen Laptop.
Update: Ich habe die Finger doch nicht von Ubuntu lassen können und habe mir das Problem mit dem alternativen Installer nochmal genauer angeschaut und gelöst.
Der Installer bleibt immer bei 47% stehen, sobald man eine Swap-Partition in einem verschlüsselten Volume erstellt und dieses mit einem Zufallsschlüssel verschlüsseln lässt. Mit einem Passphrase ist es kein Problem.
Und weil das mit einem Passphrase kein Problem darstellt, beginnt man einfach die Installation genau so und ändert nach erfolgreicher Installation das in der Datei /etc/crypttab ab. Man kann natürlich die Swap-Partition für die Installation auch einfach gar nicht benutzen und spart sich so die Eingabe eines zweiten Passphrase. Ist letztendlich egal.
Was mich momentan noch sehr verwundert, ist die Tatsache, dass im Wiki AES-XTS-PLAIN als Cipher angepriesen wird. Den beherrscht die alternative Installations-CD allerdings noch gar nicht. Man muss später wieder alle Volumes erneut verschlüsseln, wenn man AES-XTS-PLAIN benutzen möchte.
Noch seltsamer wird es allerdings dann, wenn man es im Nachhinein tatsächlich mit AES-XTS-PLAIN "überarbeitet". Der Befehl "sudo dmsetup table" zeigt die Volumes als AES-CBC-PLAIN an. Das ist allerdings nicht Sinn und Zweck der Einrichtung von XTS.